Stickstofflost-Analoga
Stickstofflost wurde ursprünglich während des 1. Weltkriegs als Kampfgas eingesetzt. Dabei fand man heraus, dass diese Substanz auch die Zellproliferation hemmt. Die heutigen Chemotherapeutika sind Analoga auf der Stickstofflost-Basis, jedoch weit weniger giftig als das ursprüngliche Giftgas.
Wirkweise:
Es wirkt alkylierend. Durch Anhängen von Alkylresten an Strukturen der DNA der Tumorzelle wird deren Erbgut so quervernetzt, dass es nicht mehr „lesbar“ ist, was eine weitere Zellteilung verhindert. Die vorhandenen Tumorzellen werden nekrotisch (sterben ab). Einsatzgebiete sind vor allem das Hodgkin- und das Non-Hodgkin-Lymphom, sowie das Mamma-CA, das Ewing-Sarkom und weitere Weichteilsarkome.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen / Nebenwirkungen:
Haarausfall, verminderte Leukocytenzahl und Übelkeit.