Proteinkinase Inhibitoren
Proteinkinaseinhibitoren sind eine relativ neue Gruppe von antineoplastischen Arzneimitteln. Sie werden erst seit 2007 als eigene Gruppe in der internationalen ATC-Klassifikation genannt. Sie wirken gegen die Vermehrung von Tumorzellen und verhindern dadurch weiteres Tumorwachstum und führen auf längere Zeit zum Zelluntergang von Tumorzellen, zur Nekrose.
Wirkweise:
Proteinkinaseinhibitoren wirken spezifisch gegen eine bestimmte Proteinkinase, nämlich die Tyrosinkinase. Diese ist in den meisten Tumorzellen aktiv, was diese Zellen zum Angriffspunkt werden lässt. Die Tyrosinkinase wirkt bei Wachstumsprozessen von Tumoren und führt zur Ausbreitung des Tumors.
Durch ihre Hemmung kann das Tumorwachstum effektiv bekämpft werden. Bisher werden Proteinkinase-Inhibitoren vor allem bei Lungenkrebs erfolgreich eingesetzt.