Alkaloide & andere nat. Mittel

Als Alkaloide bezeichnet man pflanzliche Stoffe, die „alkalisch“, also von basischem pH-Wert sind. Wichtig ist hierbei, dass sie stickstoffhaltig sind und deswegen eine relativ starke, meist auch recht spezifische Wirkung auf den menschlichen Organismus haben.

Der Begriff wird auch auf einige nicht-basische Pflanzenstoffe (zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch) ausgedehnt: auf Colchicin zum Beispiel (das ist das Gift der Herbstzeitlosen) oder auch auf Coffein oder Theophyllin. Wegen ihrer Wirkung als Gift auf menschliche Zellen werden sie bei Krebs gegen die schnell proliferierenden Tumorzellen (das heißt, das sind die bösartigen, sich schnell vermehrenden Krebszellen) eingesetzt.

Wirkung:

Alkaloide hindern die Zellen an ihrer Vermehrung, indem sie die Zellteilung (das ist der Mechanismus der Vermehrung von Zellen) stören. Der Krebs kann sich somit nicht weiter ausbreiten und die Krebszellen werden nekrotisch (das heißt, sie sterben ab). Der Wirkmechanismus besteht darin, dass Alkaloide als Spindelgift wirken, das die Anordnung und Bildung der zur Zellteilung nötigen Mikrotubuli hemmt und somit zur Nekrose der Zellen (das ist der Zelltod) führt.